FAQs

Hier erfahren Sie alles Wissenswertes rund um Ihre Baufinanzierung

Der Gesetzgeber hat den Begriff der Zinsbindungsfrist durch den Begriff „Sollzinsfestschreibung“ ersetzt. Damit wird die Zeit in der Zins nicht verändert werden kann festgelegt.

Als Nominalzins wird der Zins bezeichnet, den ein Kunde für ein Darlehen jährlich bezahlt. Dieser Zins ist also für die in der Regel monatliche Aufwendung zuständig. Der Nominalzins enthält allerdings keine Nebenkosten wie z.B. Bearbeitungsgebühren. Auch wird die zahlungsweise der Raten nicht berücksichtigt. Dazu ein kleines Beispiel:
Ein Kunde nimmt eine Darlehen in Höhe von 100.000€ auf und zahlt dafür einen Nominalzins von 2%. Die jährliche Zinsbelastung beträgt also 2.000€. Da der Kunde aber unterjährig z.B. monatlich bezahlt zahlt er 2.000€ : 12 = 166,66€ Zinsen monatlich. Dieser Betrag kann nach Zahlung der ersten Rate für 11 Monate von der Bank angelegt werden und diese erhält dafür selbst eine Zins. Nach Zahlung der zweiten Rate kann die Bank noch 10 Monate das Geld anlegen usw. Wenn man dann alle Zahlungen über eine Zeitraum von 12 Monaten addiert und den erhaltenen Zins dazu errechnet kommt man auf eine Betrag von 2021,59€. Wenn keine weiteren Nebenkosten anfallen wäre dann der Effektivzins bei 2,021%.

Bei einer Zwangsversteigerung nutzt der Gläubiger das gesetzliche Recht wegen einer Geldforderung in das unbewegliche Vermögen zu vollstrecken um seine Forderung zu befriedigen. Als unbewegliches Vermögen bezeichnet man Grundstücke, Grundstücksgleiche Rechte, Wohneigentum und Teileigentum (z.B.eine Eigentumswohnung). Als gesetzliche Grundlage dient das Zwangsversteigerunggesetz sowie das Zwangsverwaltungsgesetz.
Für die Durchführung der Verfahren ist das Amtsgericht zuständig und muss durch einen Gläubiger beantragt werden.
Gegen die Beschlüsse kann der Schulder aber auch der Gläubiger eine Beschwerde beim Landgericht einlegen.
Der Schuldner kann binnen 2 Wochen nach Zustellung des Anordnungsbeschlusses gemäß §30a ZVG die Einstellung des Verfahrens beantragen. Diese hat allerdings nur Aussicht auf Erfolg wenn der Schuldner glaubhaft machen kann, dass er die Forderung begleichen kann.

Weitere Literaur
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsversteigerung_%28Deutschland%29

Als Konstantdarlehen bezeichnet man die Kombination eines Kredites mit einem Bausparvertrag.
Für den Kredit werden nur Zinsen bezahlt die häufig niedriger sind als der derzeitige Durchschnittszins und gleichzeitig wird ein Bausparvertrag bis zur Zuteilung bespart. Nach Zuteilung des Bausparvertrages wird das Darlehen in ein Bauspardarlehen umgewandelt.
Der Vorteil besteht darin, dass bis zur kompletten Tilgung die monatlichen Raten garantiert sind.
Trotzdem sind die auf den ersten Blick günstigen Darlehen oftmals teurer als normale Annuitätendarlehen.
TIPP: Gute Berater teilen Ihnen den Effektivzins als Mischzins mit. Dieser setzt sich aus der Kombination beider Darlehen zusammnen. Somit kann man das Konstantdarlehen besser mit anderen Darlehen vergleichen.

Banken nehmen grundsätzlich bei einer Baufinanzierung eine Objektbewertung vor. Dabei gibt es 2 gängige Berechnungsmethoden.

  1. Die Ertragswert Methode
  2. Die Substanzwert Methode

Unter Annuität versteht man eine gleichbleibende regelmäßige Zahlung. Diese setzt sich zusammen aus Zinszahlungen und Tilgungsleistungen. Mit jeder erneuten monatlichen Zahlung, veringert sich die Restschuld. Dabei entsteht der Effekt, das mit jeder Zahlung die Zinszahlung geringer wird und die Tilgungszahlung ansteigt. Der monatliche zu zahlende Ratenbetrag bleibt konstant.

Als Grundschuldbestellung wird der Vorgang genannt, den ein Notar auf Antrag  eines Gläubigers (dies ist in der Regel eine Bank) vornimmt. Hierbei trägt der Notar eine Grundschuld auf ein Objekt (Haus, Wohnung etc.) in das Grundbuch ein.

Dem Notar muss zur Eintragung eine Grundschuldbestellungsurkunde seitens des Gläubigers ( z.B. Bank) vorgelegt werden. Der Gläubiger stellt diese dem zukünftigen Schuldner vorab zur Verfügung. Dieser übergibt Sie anschließend dem Notar.

Diese Grundschuld im Fachjargon „dingliche Sicherung“ genannt dient als Sicherheit für die Bank für den Fall, das der Schuldner seine Raten nicht wie vereinbart bezahlt. Für die Bank besteht durch die Eintragung der Grundschuld das Recht das besicherte Objekt ohne langen Rechtsstreit zu verkaufen bzw. zu versteigern.

Eine Baufinanzierung wird in der Regel zwischen 5 und 15 Jahren Laufzeit abgeschlossen. Am Ende der Laufzeit muss in der Regel der Restbetrag weiterfinanziert werden. Geschieht das bei der derzeitigen Bank bezeichnet man das als Anschlussfinanzierung.

Die KFW Bank ist ein staatliche Bank die überwiegend regulatorisch in den Markt eingreift indem Sie bestimmte Projekte durch zinsgünstige Darlehen finanziert. Dadurch sollen neue Anreize enstehen.

Bereitstellungszinsen verlangen Banken wenn zwischen dem im Darlehenvertrag vorgesehen Auszahlungszeitpunkt und dem tatsächlichen Abruf der Darlehensmittel ein Zeitraum liegt der über der vereinbarten bereitstellungsfreien Zeit liegt. Diese liegt in der Regel zwischen 6 und 12 Monaten. Innerhalb dieses Zeitraums werden keine Zinsen verlangt. Für den darüber hinausgehenden Zeitraum wird für den noch nicht ausbezahlten Darlehensteil ein Bereistellungszins verlangt. Dieser liegt meist bei 0,25% pro Monat.

Der Effektivzins setzt sich zusammen aus Sollzins plus eventuell anfallenden Nebenkosten. Damit ist der Effektivzins eine gute Kennzahl um Kredite miteinander zu vergleichen. Achten Sie beim Vergleich allerding darauf, dass der Turnus der Zinsverrechnung (mtl, vierteljährlich usw.) sowie die Laufzeit bei allen Angeboten gleich sind da sonst das Ergebnis verfälscht wird.